In meinem letzten Blogbeitrag habe ich mich mit Websites der Tourismusbranche beschäftigt. Ein Punkt in diesem Beitrag war die sogenannte Zielgruppenanalyse. Was bedeutet das?

Nun, ich kann meine Dienstleistung nach dem Gießkannenprinzip anbieten und drauf warten, dass irgendjemandem mein Angebot schon passen wird. Das liest sich schon nicht sehr effizient. Oder ich analysiere erst mal, wer kommt für mich als Kunde überhaupt infrage? Natürlich werde ich keinen potenziellen Kunden abweisen, wenn er anfragt, aber für welches Klientel passt mein Angebot überhaupt, bzw. für welches Klientel werde ich meine Dienstleistungen anpassen (können)?

 

Dienstleister der Touristikbranche sollten für sich meiner Meinung nach folgende Fragen beantworten: Was finde ich an unserer Region gut? Wer besucht die Region? Wer soll sie in Zukunft besuchen? Wie ist das Angebot? Mögen Sie Ihre Unterkunft? Würden Sie dort Ihren Urlaub verbringen wollen? Darauf kann ich mein persönliches Dienstleistungsangebot anpassen. Wer also junge Familien beherbergen möchte, der sollte seine Zimmer (besser Ferienwohnungen) dementsprechend ausstatten. Ich sehe zum Beispiel oft Wanderer oder Fahrradfahrer, die den Westweg ablaufen bzw. -fahren. Die freuen sich bestimmt über eine Möglichkeit, nasse Kleidung zu trocknen, Schuhe oder Rad zu putzen und die Möglichkeit, ein Bad zu nehmen oder eine Sauna zu benutzen. Diese kleinen Details können ausschlaggebend sein, ob Sie den Zuschlag kriegen oder vielleicht das Quartier im Nachbarort. Bewerben Sie das und heben Sie sich dadurch von denen ab, die es nicht tun.

Prospektmaterial und Website müssen so gestaltet sein, dass sich Ihre Zielgruppe angesprochen fühlt. Helfen Sie dem Quartiersuchenden bei der Auswahl, indem Sie ihm Gründe geben, genau bei Ihnen zu buchen. Der Preis kann ein Grund sein, viel wichtiger sind meiner Meinung Service und Identifikation. Auf vielen Websites habe ich zum Beispiel keine Informationen gefunden, wer die Gastgeber sind. Ist das unwichtig? Ich finde nicht. Viel schöner ist es, anzukommen und den Gastgeber schon mal gesehen zu haben. Auf anderen Websites wurden nur die Premium-Zimmer abgebildet. Das gibt mir zu denken, wenn es auch Standard-Zimmer gibt. Wie sehen die wohl aus? So schlimm, dass man sie nicht abzubilden kann?

Versuchen Sie immer wieder, sich in Ihre Kunden hineinzuversetzen. Wenn Sie mit Ihrer Dienstleistung so zufrieden sind, dass Sie weiterempfohlen werden, dann ist das die billigste Werbung, die Sie haben können.