Wo liegt der Gedankenstrich?

Glyphen-Funktion in InDesign

Das korrekte Setzen des Gedanken- oder auch Halbgeviertstrichs wird in den meisten Fällen, die ich so sehe, der Textverarbeitungssoftware überlassen. Die Automatik funktioniert zwar oft, aber nicht immer. Der Anwender merkt es manchmal, aber nicht immer. Und so findet sich ein Mischmasch aus Binde-, Gedanken- oder, noch schlimmer, Geviertstrichen.

Einfügen eines Symbols in Word

In einer Layoutsoftware wie InDesign kann man den langen Strich entweder über die Funktion „Glyphen“ finden oder über „Sonderzeichen“ bzw. über Shortcuts einfügen. In Software wie Photoshop oder Illustrator habe ich bislang noch keine Sonderzeichen entdecken können. Wenn sie vorhanden sind, dann auf alle Fälle gut versteckt. Also bleibt mir bislang nur die manuelle Tastenkombination des Buchstabens – eine Art Shortcut. Aber alles kein Problem. In Word findet man den Gedankenstrich unter „Einfügen“ – „Symbol“

Korrekt gesetzt wird der Gedankenstrich mit einem Wortabstand vor und nach dem Strich. Beim Layouten in InDesign kann eine nicht gewollte Trennung durch geschützte Abständen verhindert werden. Ist eine Trennung nicht zu vermeiden, dann steht der Bindestrich am Zeilenende. Auch dies kann man durch das Setzen eines geschützten Abstands bzw. einer Trennfuge erreichen.

Zeichentabelle von Windows

Arbeitet man mit einer Software, die keine Sonderzeichenfunktion hat oder der Gedankenstrich soll manuell eingefügt werden, so kann man dies durch die Tastenkombination „alt“+„150“ erreichen. Der Gedankenstrich wird übrigens auch als „bis“-Zeichen verwendet. Die korrekte Schreibweise von Seitenumfängen lautet also „Seite 2–6“ und nicht „Seite 2-6“. Ich gebe zu, dass ich mich da auch dran gewöhnen musste. Aber das Lektorat besteht auf dem langen Gedankenstrich.

Mit der Tastenkombination „alt“+ Zahlenkombinationen kann man übrigens auch viele andere Zeichen generieren, die einem die Software nicht anbietet. Ich helfe mir dann gerne aus, indem ich das Systemprogramm „Zeichentabelle“ aufrufe. Dort werden beim Anklicken des gewünschten Zeichens ind er Fußzeile die entsprechenden Werte ausgewiesen. Eine korrekte typografische Anführung wäre „Alt“+„0132“, die korrekte deutsche doppelte Abführung „Alt“+„0147“.

Probieren Sie auch mal die doppelten spitzen An- und Abführungen. Ich finde sie eine reizvolle Alternative. Mit „Alt“+„0187“ bekommt man dieses Zeichen » und mit „Alt“+„0171“ « wird der Satz geschlossen.

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