Wann hat die T-Online-E-Mail-Adresse bei Unternehmen endlich ausgedient?

Es gibt Dinge, die mir beim Erstkontakt mit Unternehmen immer wieder unangenehm auffallen und von denen ich ausgehe, dass es sie heutzutage eigentlich gar nicht mehr gibt. Ich meine nicht etwa Angebote oder Korrekturwünsche per FAX, nein, an erster Stelle steht für mich das Verwenden einer T-Online-, oder Web.de- oder sonstigen Free-E-Mail-Adresse. Warum ich die nicht mag? Zum einen erwecken sie bei mir sofort den Eindruck, dass der Nutzer zwar ins Internet geht, aber wohl keine eigene Website hat, was ich heutzutage für ein Unternehmen einfach fatal finde. Die E-Mail-Adresse ist für mich der Weg zur Website. Eine einfachere Herleitung gibt es ja gar nicht. Zum anderen machen die ganzen Free-Mail-Adressen auf mich als digitalen Firmenbriefkasten einen unprofessionellen Eindruck. Sie erinnern mich an die Anfänge des Internet, als noch wenige Betriebe oder Unternehmen eine eigene Website hatten und mit ihrem einfachen ISDN-T-Online- oder AOL-Zugang auch eine freie E-Mail-Adresse bekamen.

Spreche ich die Unternehmen drauf an, ernte ich meist ein entrüstetes „Aber die kennt doch jeder, die ist so verbreitet, die kann ich nicht mehr ändern.“ Echt? Ein einfaches Anschreiben per E-Mail könnte die Kunden über eine Änderung der E-Mail-Adresse informieren, eine Weiterleitung auch die hartnäckigen Adressdatenbankänderungsverweigerer Schritt für Schritt an die neue Adresse gewöhnen, indem die alte einfach nicht mehr auftaucht. In kürzester Zeit kennt auch jeder die neue E-Mail-Adresse. Und gibt es einen einfacheren Grund, mit „Karteileichen“ wieder in Kontakt zu treten und sich in Erinnerung zu rufen, als die Änderung meiner Kontaktdaten?

Aber wie soll die „korrekte“ E-Mail-Adresse nun aussehen? Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die meisten Unternehmen eine eigene Website haben. In der Regel sollte das der Firmennamen sein. Ein einfaches info@ davor gesetzt, wäre also die neutrale E-Mail-Adresse, über die ich das Unternehmen ansprechen kann. Jeder Mitarbeiter mit Kundenkontakt und Internetzugang bekommt sowieso eine eigene E-Mail-Adresse, die sich aus dem Namen des Ansprechpartners und dem Websitenamen zusammensetzt. Und schon präsentiert sich das Unternehmen mit ganz einfachen Schritten bei seiner E-Mail-Kommunikation aus einem Guß.

Für die private Korrespondenz darf dann natürlich auch weiterhin die freenet-, web.de-, googlemail-, msn- oder was-auch-immer-E-Mail-Adresse sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.