Erste Erfahrungen mit der Adobe Creative Cloud – Software mieten statt kaufen

Adobe Creative Cloud-loginZugegeben, meine Liste von Vorurteilen gegenüber der Creative Cloud war lang. Auslöser, sich nun doch mit dem Thema zu befassen waren Kundendaten, die in einer höheren Version abgespeichert wurden als ich sie habe. Mein Adobe-Paket hat auch schon wieder zwei Jahre auf dem Buckel und das bedeutet zwei Releases, die ich ausgelassen habe.

Nun ist es zwar möglich, InDesign-Dateien in einem Austauschformat abzuspeichern, sehr kompetent wirkt es allerdings nicht, wenn man als Dienstleister nicht auf dem neuesten Versionsstand ist und so stellte sich einfach die Frage, ob ich das Upgrade auf die letzte verfügbare DVD-Version wähle oder die Software einfach miete.

Adobe bietet die Möglichkeit, die Creative Cloud für dreißig Tage kostenlos zu testen. Als Stammkunde bekomme ich im ersten Jahr auch noch 50% Rabatt auf die Monatsmiete, alles klang also durchaus positiv.

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Wie kompliziert ist die Einrichtung?

Um die Software zu testen, kommt man um eine Adobe-ID nicht herum. Als Stammkunde und Leser von DRM-geschützten PDFs habe ich die ohnehin, ansonsten muss man sich diese eben einrichten. Weil ich noch ein paar Fragen hatte, wählte ich den Weg über den telefonischen Kundensupport von Adobe. Die Wartezeit war kurz und mein Ansprechpartner hat mir per E-Mail ein Angebot für die Miete inklusive des Downloadlinks für die Creative-Cloud-App für den Desktop zugesandt.

Die Installation verlief problemlos und ich sah einen Überblick über  alle Programme, die ich ab sofort über die App downloaden konnte. Eine stattliche Anzahl, die ich zum größten Teil schon von meiner Master Collection her kannte. Nachdem die App mit der Adobe-ID verknüpft wurde, konnte ich mit einem Klick auf das Programm der Wahl den Download starten. Der dauerte erwartungsgemäß etwas länger, was zum einem am Adobe-Server und zum anderen auch an meinem Internetzugang per Satellit liegt, aber InDesign wurde installiert und ließ sich auch als 30-tägige Testversion öffnen. Das Öffnen von Dateien war kein Problem, mit den Menüs kam ich sofort zurecht. Angenehm war, dass die neue Version all meine PDF-Profile importiert hat. Das war bisher immer eine lästige Sucherei, wo die Einstellungsdateien auf dem Rechner versteckt sind und wo sie ab sofort hinmüssen.

Der dunkle Hintergrund wirkte am Anfang auf mich ziemlich düster. Das muss man mögen. Meine Augen fanden das allerdings ganz angenehm.

Nach einer 20-tägigen Testphase hat mich das Mietmodell überzeugt und ich habe die Cloud fest abonniert. Mittlerweile habe ich noch andere Software wie InDesign ausprobiert und auch mit gearbeitet.

Muss man dauernd online sein?

Nein, denn wie ich schon schrieb, wir die Software, mit der man arbeiten möchte, auf den Rechner heruntergeladen und ist auch dort installiert. Adobe prüft in regelmäßigen Abständen, ob die Software für diesen Rechner registriert ist, das war es auch schon. Updates werden im App-Fenster angezeigt und könnten von dort aus gestartet werden.

Was passiert, wenn man die Software nicht mehr mieten möchte?

Dann kann man die Dateien auch nicht mehr öffnen. Das ist der Haken an der Sache. Da ich ja noch das CS5.5-Paket habe, müsste ich im Falle einer Abokündigung alle Dateien im Austauschformat abspeichern, um sie später noch öffnen zu können. Das ist unrealistisch, aber ehrlich gesagt denke ich da auch nicht drüber nach. So lange ich meine Dienstleistungen anbiete, brauche ich eine Software, mit der ich Layouts erstellen kann. Sollte ich mein Geschäft aufgeben, brauche ich auch keinen Zugriff mehr auf die Dateien.

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