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DRM-Schutz bei E-Magazinen

Zeitschriften-Abonnenten kennen wahrscheinlich das Problem, dass bei Erscheinen der aktuellen Ausgabe die letzte noch nicht ganz oder aus Zeitmangel noch gar nicht gelesen wurde. In manchen Ausgaben sind Artikel drin, die man noch aufheben möchte. Und so wächst der Stapel und wächst und wächst. Die Chance, den gewünschten Artikel überhaupt nochmal zu finden geht gegen null, wenn man nicht gleich eine Exel-Tabelle erstellt, in der die Artikel nebst Ausgabe erwähnt werden. Oder man kopiert diesen, schmeißt die Zeitschrift weg und archiviert die Kopien. Aber mal ehrlich gesagt, das ist eigentlich auch nicht im Sinne des Umweltschutzes, oder?

Ein E-Magazin scheint da auf den ersten Blick die Lösung. Volltextsuche, einfache Archivierung, alles auf einem Reader in der Hosentasche oder auf dem Computer abegespeichert. In Portalen wie zum Beispiel pubbles kann man nach kurzem Anmeldeprozedere einige deutschsprachige Zeitschriften oder Bücher downloaden. Die Zeitschriften, die kaum günstiger sind als das gedruckte Exemplar, liegen im DRM-geschützten PDF-Format vor–und das ist der eigentliche Haken. Nachdem ich mir das 81MB große File heruntergezogen hatte,  konnte ich es trotz PDF-Format nur in Adobes Digital Edition öffnen. Die Datei wurde über die Adobe-ID auf mich als Leser übertragen und kann zwar auf einen anderen Rechner kopiert, dort aber nur geöffnet werden, wenn auch dort meine Adobe-ID registriert ist. Nach 5 Rechnern ist Schluß. Damit könnte ich ja noch leben, soviele Rechner existieren in unserem Haushalt nicht, allerdings könnte kein anderes Familienmitglied eigene DRM-geschützte Dokumente an diesem Rechner öffnen, da es ja wahrscheinlich eine andere Adobe-ID hat.

Die Zeitschrift läßt sich jedoch nicht drucken! Und das finde ich nun wirklich lächerlich. Was befürchten die Verlage? Daß ich Kopien verteile? Das kann ich mit einer gedruckten Zeitschrift auch. Und so spart sich der Verlag zwar den Druck, verdient an der Elektronischen Ausgabe wohl mehr und verbietet mir als Käufer, dass ich der bequemeren Lesbarkeit wegen es wagen könnte, einzelne Artikel auszudrucken. Das ist meiner Meinung nach absurd.

Und so werde ich in Zukunft wohl drauf verzichten, DRM-geschützte Magazine elektronisch zu lesen. Verlage werden weiterhin viel Geld in ihren DRM-Schutz stecken und sich eventuell wundern, warum das Produkt nicht gekauft wird.  Die ehrlichen Käufer sind mal wieder die Dummen und die, die Produkte illegal verbreiten möchten, die haben schon längst eine Möglichkeit gefunden, den Schutz aufzuheben. Die Musikindustrie ist mit dem DRM-Schutz gescheitert und so wird es wohl den Verlagen auch gehen.

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